08 Juli 2012

Marmorkuchen mit Sauerteig

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)Man könnte eigentlich sagen, ich hab mich jahrelang vor Sauerteig gedrückt. Die eigentliche einfache Herstellung war mir immer zu Aufwändig und komplizierte und ich hatte immer Angst, dass ich wieder irgendwas nicht richtig beachte und dann doch wieder alles schief geht. Ich würde wohl beim Ansetzen nicht die richtige Temperatur einhalten und würde so dann die Geh-Zeiten falsch einhalten und am Ende würde das Teil nicht blubbern sondern gleich sagen: du kannst mich mal, wer so viel falsch  macht, hat mich nicht verdient. Mit solchen Niederlagen kann ich nur sehr schlecht umgehen, daher hab ich das Thema meistens eher weggeschoben, und mich hinter den Hefeteigen versteckt, bei denen wusste ich wenigstens, wie ich sie behandeln kann.

Dann stand letztens auf einem mal eine Kollegin vor mir und hielt mir eine Schüssel hin. Der Inhalt war recht banal, aber ich hab mich voll gefreut und witterte meine Chance; es war ein Hermann-Teig!
Etwas hibbelig nahm ich die Schüssel entgegen und in dem Augenblick gingen schon so viele Rezepte durch meinen Kopf, die ich damit umsetzen könnte, da gabs ja so viele Möglichkeiten, ich hatte schon so viel von Sauerteigen und auch vom Hermann gelesen, in welchem ja auch Zucker drin war und der mit Mehl und Milch angesetzt wurde - anders als ein normaler Sauerteig, der nur auch Mehl und Wasser bestand...

Eigentlich hatte ich zu den Zeit meinen Entschluss bereits gefasst - ich füttere das Teil nur noch mit Mehl und Wasser und schau was dabei rauskommt ;) Wenns nix wird, hab ich auch nicht viel verloren.
Also hab ich meinen kleinen Fake-Hermann gerührt und gefüttert und hab natürlich schon mal nach einem passenden Rezept gesucht, das ich dann im Plötzblog auch gefunden habe; den Marmorkuchen mit Sauerteig nach Pöt. Das Rezept kam wie gerufen und so wollte ich es damit versuchen.
Ok, ich hatte mich bei der Zubereitung mal wieder zeitlich komplett verschätzt... und konnte an dem Tag, an dem ich backen wolle, nicht backen...  auch die Menge war für meine kleine Backform etwas zu viel, ich wollte nur das halbe Rezept backen, so entschloss ich  mich, gleich die Menge des benötigten Sauerteiges direkt von meinem kleinen Hermannteig abzunehmen, wer den Kuchen also auch nachbacken will und sich bzgl. des Sauerteiges an die richtige Methode halten will, sollte kurz im Originalrezept nachschauen ;)
Der Marmorkuchen war echt richtig lecker - ich hatte noch bissl geschummelt, weil ich dem Hermann so nicht ganz getraut habe und auch nicht wusste, wie lange seine Erdenzeit schon andauert, hab ich noch 5 g Hefe in den Teig gemogelt. ;) Das Ergebnis war echt super!

Und da es so passend ist, kommt das Rezept gleich mal zum aktuellen Blogevent: "Das erste Ma(h)l", Gastgeberin ist dieses mal: Nata von Pastasciutta.


Und weil Sauerteig enthalten ist, geht das Rezept auch noch zum wöchentlichen YeastSpotting.



Marmorkuchen mit Sauerteig

100 g Weizensauerteig
5 g Hefe (je nach Sauerteig)
130 g Zucker
50 g weiche Butter
1 Ei
100 ml lauwarme Milch
200 g Weizenmehl 550
1/4 TL Salz

2 EL Kakao
50 g Zartbitterschokolade, gehackt


Eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

Zucker mit der Butter und dem Ei schaumig schlagen, dann den Sauerteig zugeben und unterrühren, die lauwarme Milch (und die zerbröselte Hefe) ebenfalls zugeben und alles gut verrühren. Mehl und Salz zugeben und alles gut miteinander verrühren.

Den Teig halbieren und in eine Hälfte den Kakao einrühren, in die andere Hälfte die gehackte Zartbitterschokolade rühren. Die beiden Teige nun abwechselnd in die Kastenform geben und mit einer Gabel leicht verstrudeln (die Kastenform sollte ca. halbvoll sein).

Die Form mit Frischhaltefolie gut abdecken und für ca. 2 - 4 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich da Volumen deutlich vergrößert hat.

Ofen rechtzeitig auf 180 Grad vorheizen.

Den Kuchen einschieben und ca. 40-45 Minuten backen.

Liebe Grüße
Stephi

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