09 August 2012

Sauerteigbrot mit gerösteten Haferflocken

Seit einiger Zeit bin ich nun stolze Besitzerin eines Sauerteiges. Ich bin davon immer noch total fasziniert und möchte ja auch gerne weitere Rezepte damit ausprobieren. Jetzt wo ich mich näher damit befasse fällt mir auf, das man nur sehr wenig Sauerteig verwendet, das Anstellgut ist immer nur ein sehr keiner Anteil des Brotes, der dann nochmals mit Wasser und Mehl über Nacht angesetzt wird, etwa blöd für mich, weil ich doch schon eine große Menge produziert habe. Den Sauerteig jetzt schon zu trocknen finde ich aber nicht sinnvoll, weil er noch recht "jung" ist, dafür will ich ihn gerne noch etwas reifen lassen. Also bleibt mir ja nix anderes übrig als in zu verbacken ;)
Ich habe mich für ein Rezept vom Plötzblog entschieden - das Sauerteigbrot mit gerösteten Haferflocken - ich liebe geröstete Sachen im Brot! Da Lutz immer nur kleine Mengen bäckt, hab ich gleich mal das doppelte Rezepte gemacht, eigentlich hätte ich gleich das 4-fache machen können, denn so hatte ich als Ergebnis 2 kleine Single-Brote, das nächste mal mach ich also die 4-fache Menge und backe 2 große Laibe, denn es schmeckt auch einfach zu gut, es hat eine tolle Kruste und eine schöne saftige und weiche Krume, ich könnte mich reinlegen  - eindeutig eines der Besten Brote, die ich bisher gebacken habe!




Sauerteigbrot mit gerösteten Haferflocken

Sauerteig:

140 g Weizenmehl 550
120 g Wasser
40 g Anstellgut

Quellstück:

60 g Haferflocken (bei mir 5-Korn Getreideflocken)
170 g Wasser

Teig:

340 g Weizenmehl 550
140 g Wasser
3 g Hefe
12 g Salz


Für den Sauerteig die Zutaten in eine Schüssel geben und verkneten, abgedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht (ca. 12 Stunden) gehen lassen.

Für das Quellstück die Haferflocken in einer Pfanne ohne Öl anrösten und in eine Schüssel geben, das Wasser unterrühren und ebenfalls über Nacht abgedeckt quellen lassen.

Für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben, Hefe hineinkrümeln und untermischen, Salz zugeben und unterrühren. Dann Quellstück, Sauerteig und Wasser zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

Abgedeckt 1 1/2 Stunden gehen lassen, dabei nach 30, 60 und 90 Minuten den Teig mit Hilfe einer Teigkarte vom Schüsselrand zur Mitte falten.

Danach den Teig abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.

Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und halbieren, je zu einem Laib wirken und auf ein Blech legen.

Abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.

Ofen rechtzeitig auf 220 Grad vorheizen.

Laibe nach belieben einschneiden und gut geschwadet in den Ofen schieben, für ca. 30 Minuten backen.


Liebe Grüße
Stephi

Kommentare:

  1. Martins Haferflockenbrot - Wie gut, dass du mir das in Erinnerung rufst, das habe ich auch schon lange nicht mehr gebacken. Bei dem Brot neige ich auch dazu, es in der doppelten Menge (= 4 fache Menge von Lutz) zu backen, denn es ist einfach nur köstlich.

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  2. Was mir zur "Sauerteig-Vernichtung" noch einfällt sind Sauerteigwaffeln (das Rezept von Wild Yeast), die sind sehr lecker. Oder man gibt einfach direkt etwas Anstellgut zu seinem Brotteig, das gibt dann zwar kaum Trieb,aber ein gutes Aroma.

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