02 Oktober 2012

Johannisbeer-Brot

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich meinen Sauerteig, der ja eigentlich keiner werden wollte - schon lange abgeschrieben. Nachdem ich 3 Wochen im Urlaub war, ihn schon vorher 2 Wochen ignoriert hatte und seitdem auch schon wieder 4 Wochen vergangen waren, hatte er somit 9 Woche Keinerlei Aufmerksamkeit. Diese Woche hab ich mir dann gedacht, der gute bekommt von mir jetzt bissl Mehl und Wasser und entweder er blubbert oder er lässt es halt sein!
Anscheinend mag er mich aber - denn am nächsten Tag, hat er fröhlich vor sich hin geblubbert und sich anscheinend auf seine nächste Verwendungsmöglichkeit gefreut. Die hatte ich natürlich schon im Hinterkopf, ich hab die Tage bei My Italian Smörgasbord ein Rezept für ein Lingonberry Rye Bread entdeckt. Naja mit Preiselbeeren, egal ob frisch oder gefroren stand es eher schlecht bei mir, doch mir ist gleich eingefallen, dass ich noch sehr schöne Johannisbeeren in meinem TK-Fach habe. Wenn ich ehrlich bin, hab ich mich aber am Rezept auch nur orientiert und hab das ein oder andere etwas verändert. Weil ich meinem kleinen Freund noch nicht so sehr vertraue, hab ich im endgültigen Teig 5 g Hefe verwendet, wahrscheinlich hätte ich die aber nicht wirklich gebraucht. Auch wollte ich erstmal etwas weniger Roggen verwenden.
Auf jeden Fall ist das Brot sehr gut geworden, es ist schon deutlich spürbar, dass das Brot mit Sauerteig saftiger ist und auch länger frisch bleibt...
Ich  mag die Johannisbeeren im Brot, etwas fruchtig, aber nicht süß, sondern eher "erfrischend". Vor allem zu Käse ist es sehr lecker, aber ich finde, man sollte da nicht so sein, eigentlich kann man alles drauflegen ;)


Diese Woche geht das fruchtige Johannisbeer-Brot zum YeastSpotting.





Johannisbeer-Brot

Vorteig:

35 g Sauerteig
204 g Wasser
100 g Weizenmehl 550
65 g Roggenmehl

Teig:

600 g Weizenmehl 550
100 g Weizenmehl 1050
100 g Roggenmehl
5 g Hefe
20 g Salz
470 g Wasser
150 g rote Johannisbeeren (oder Preiselbeeren) frisch oder gefroren


Für den Vorteig alle Zutaten in eine Schüssel geben und verrühren. Abgedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht gehen lassen (ca. 12 - 16 Stunden).

Für den Teig die Mehle mischen, Sauerteig, Hefe und Wasser zugeben und alles verkneten.

Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Salz zugeben und gut unterkneten, dann die Johannisbeeren zugeben und diese am besten mit den Händen unterkneten.

Teig abgedeckt 1 1/2 Stunden gehen lassen, dabei nach 30, 60 und 90 Minuten den Teig falten.

Dann den Teig nochmals 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und halbieren, je zu einem länglichen Laib wirken und auf ein Blech legen.

Abgedeckt 2 Stunden gehen lassen.

Ofen rechtzeitig auf 220 Grad vorheizen.

Brote einschneiden und gut geschwadet in den Ofen schieben und 30 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200 Grad herabsenken und ca. 20 Minuten fertigbacken.


Liebe Grüße
Stephi

Kommentare:

  1. Das Brot sieht köstlich aus! Da ich schwarze Johannisbeeren liebe, werde ich es mit diesen ausprobieren. Danke für das schöne Rezept.

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  2. Hi Stephi, with I little delay I discover this beautiful loaf you baked inspired by my lingonberry bread. I am so honored that such a skilled baker like you tried her hands at it! and the result is simply amazing. what a lovely open crumb and how nicely the berries kept their shape and color. were they frozen or fresh?

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    1. Thx for your nice comment. I was very pleased.
      I used frozen berries and I have thus given to the dough.
      The flavor of the bread is delicious. I will bake it certainly return.

      LG, Stephi

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  3. Halli Hallo :) War gerade auf der Suche nach einem Brot mit Johannisbeeren (War mir gar nicht sicher, ob es das überhaupt gibt *gg*) - Kann dein Rezept auch mit Dinkelmehl gemacht werden? :) Bin im Brot backen ein Beginner.
    Ganz liebe Grüße, Nadine

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    1. Huhu,

      ja klar, kannst du auch Dinkelmehl verwenden, das 550er (beim 1050er ist das auch ok) Mehl kannst du 1:1 mit dem 630er Dinkelmehl ersetzen, das ist kein Problem. Willst du ausschließlich Dinkelmehl verwenden oder das Roggenmehl im Rezept belassen?

      LG, Stephi

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  4. Hallo! :) Danke für deine schnelle Antwort! Das ist schonmal super - und ja, das Roggenmehl würde ich gerne belassen - geht das gut? Toll, dass du das mit dem 1:1 gesagt hast, da war ich mir nie so sicher. :)

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    1. Huhu,

      ja das passt gut, wenn du das Roggenmehl belässt, dann sollte es eigentlich keine Probleme geben =)
      Roggenmehl nimmt mehr Wasser auf als das Dinkelmehl, daher wäre es da "nicht so einfach" geworden ;)

      LG, Stephi

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  5. Oh okay, alles klar. Was man alles so erfährt :D Hihi. Ich probier das dann mal aus! :) Vielen lieben Dank!!

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    1. Huhu,

      gerne, ich wünsch dir gutes Gelingen =)

      LG, Stephi

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